Der erste Start in der Landesliga in diesem Jahr und gleich auch der erste Start für Geli und Lena überhaupt im Ligabetrieb… dieser fand am 31. Mai in Hagen statt.
Auch wenn am Morgen vor der Abfahrt in Bonn noch einmal ein richtiges Gewitter runterkam, ahnte doch keiner, was dieses Gewitter noch mit unserem Wettkampf vorhatte. Normalerweise (und insgeheim von Geli herbeigesehnt) hätte jetzt das Schwimmen ausfallen oder sich in einen Duathlon verwandeln müssen, wegen Gewittergefahr oder zu kalten Temperaturen. Doch der Wettkampfgott hatte andere Pläne.
Kaum hatten wir die Räder ausgeladen und zusammengeschraubt, rollte ein Wagen heran, ein Athlet am Steuer, der uns freudlos verkündete, wir könnten die Räder auch gleich wieder einpacken. Sehr ungläubig ließen wir uns diese Meldung dann erstmal noch durch andere Passanten und den WhatsApp-Channel des Veranstalters bestätigen: Der Regenguss hatte so viel Schlamm auf die Radstrecke am Berg gespült, dass die Kampfrichter dem Radfahren kurzerhand die rote Karte zeigten. Für uns hieß das: 43 km Radfahren fallen ins Wasser, bzw. in den Schlamm.
Noch nie verlief das Einchecken bei einem Triathlon so unspektakulär… und doch stieg naturgemäß die Aufregung vor dem Start.
Aufgeteilt auf die vier 50m-Bahnen wurden schon vorab Absprachen zum Pacing wie in der Bundesliga getroffen und dann ging es auch schon los. Alle nahmen positive Schwimmerfahrungen mit… vielleicht eine Spur zu positiv? Kai gefiel es im Wasser offenbar so gut, dass er kurzerhand 100 m extra dranhängte. Just als er zu den nächsten Bonus-Hunni ansetzen wollte, rasteten die Kampfrichter am Rand aber komplett aus und er entschied sich dann doch, das Wasser zu verlassen. Vorteil war natürlich ein kollegiales Treffen mit Christoph in der Wechselzone, der beim Schwimmen solide im ersten Drittel der Liga (Platz 22 / 18:08 min) performt hatte. Auch Lena kam mit einer zufriedenstellenden Leistung aus dem Wasser und Geli war auch bezüglich ihrer Schwimmleistung guter Dinge, da sie beim Schwimmen auch noch Athleten hinter sich gelassen hatte.
Der Lauf führte über einen 2,5 km langen Rundkurs, viermal zu absolvieren, und entpuppte sich – ganz im Gegensatz zum verregneten Tagesstart – als waschechte Sommerveranstaltung mit Schweißgarantie.
Hervorzuheben ist außerdem unsere Motivationskanone Michael, der vom Streckenrand aus lautstark anfeuerte, fleißig Fotos schoss und über den gesamten Wettkampf den mentalen Treibstoff lieferte. Wahrscheinlich geht ein Teil der guten Platzierungen auf seine Kappe. Den Rest holten dann die Athleten: Zunächst kam Kai mit einem 10. Platz in der Gesamtwertung (Laufzeit 40:55 min) ins Ziel. Lena hatte fokussiert eine ordentliche Laufleistung abgerufen und kam dicht vor Christoph als 52. ins Ziel.
Eine karnevalistische Vermutung legt nahe, dass Christoph die Schnapszahl-Zielzeit von 1:11:11 Stunden ganz bewusst angepeilt hat. Andere Stimmen behaupten, es läge gesundheitsbedingt an seinen wenigen Laufkilometern in diesem Jahr. Geli finishte ihren ersten Ligastart freudig mit einer Zielzeit von 1:13:23 Stunden und so platzierte sich die Landesligamannschaft gekonnt im Mittelfeld auf Platz 12.
Das Wichtigste: Es hat Spaß gemacht und die Pommes sowie der Gratiskaffee im Zielbereich schmeckten besonders gut.
