Grandes traversées du Jura

Für alle, deren Urlaubspläne dieses Jahr etwas umgeworfen wurden, ein Tipp für ein paar Tage Aktivurlaub: Die Grande Traversée du Jura, eine Überquerung des französischen Jura Höhenzuges, immer nahe der schweizer Grenze. Es gibt Strecken für das MTB, Rennrad, zu Fuß, mit dem Pferd oder auch auf Ski.

Ich selbst (Vincent) fuhr kurz nach Öffnung der Grenze zu Frankreich für drei Tage die Rennradroute (ca. 375km und 5400 Höhenmeter) und war begeistert.

Am erste Tag ging es von Belfort (Bahnhof) bis ins kleine Dorf Fournet-Blancheroche, welches auf ca. 1000 Metern umweit der schweizer Grenze liegt. Lediglich die ersten 20 Kilometer waren nicht so angenehm zu fahren, da ich erst noch aus der Stadt heraus musste. Für Nachahmer sei empfohlen etwas weiter im Süden bei Montelibard zu starten, dies ist auch der offizielle Startpunkt. Spätestens aber ab Saint-Hippolyte ist die Tour wunderschön. Ruhige, kleine Straßen, kaum Verkehr, grüne Wiesen und viele Kühe (die auch mal die Straße kreuzen). Die Region ist daher auch sehr bekannt für ihren Käse (Comté und Morbier) und man kann in fast jedem Dorf den Käse direkt von der Molkerei kaufen, was die Verpflegung unterwegs sehr einfach macht.

Am zweiten Tag ging es von Fournet-Blancheroche nach Longchaumois. Ganz lange Anstiege gibt es in diesem Abschnitt nicht, allerdings ist es bis auf wenige Ausnahmen ein ständiges Auf und Ab. Dafür auch heute wieder kaum Verkehr und die Hauptverkehrstraßen wurde bis auf zwei Stadtdurchfahrten auch wieder gemieden.

Am letzten Tag ging es dann von Longchaumois bis nach Culoz, direkt am Fuße des Grand Colombier. Der Tag hatte es nochmal in sich, denn es stand mit 800 Höhenmetern am Stück der längste Anstieg der Traversée auf dem Programm, was sich nach 300 schon gefahrenen Kilometern und mit Gepäck auf dem Rad nochmal als Herausforderung darstellte. Zur Belohnung ging es die letzten Kilometer dann nur noch bergab in die Region Provence-Alpes und man merkte wie sich die Landschaft und auch das Klima langsam veränderten, denn war ich in den ersten 2 Tagen die meiste Zeit noch auf einer Höhe von 800-1000 Metern unterwegs, liegt das Ziel in Culoz lediglich auf ca. 200 Metern.

Fazit: Eine wirklich wunderschöne Tour und auch der Zeitpunkt für die Tour war perfekt. Zwar waren die Unterkünfte noch nicht ganz auf Touristen eingestellt und die ersten zwei Höfe, auf denen ich übernachtete waren sehr überascht plötzlich einen Gast vor der Türe stehen zu haben, doch dafür hat man die Straßen ganz für sich allein (wobei mir meine Gastgeber versicherten, dass das Jura auch sonst kein Touristen Hotspot ist).

Für weitere Infos sei die Offizielle Website des GTJ empfohlen. Den hier zu findenen GPX Track bin auch bis auf wenige Ausnahmen genau so nachgefahren, was auch zu empfehlen ist, denn die Beschilderung der Strecke ist zumindest für die Rennradroute nicht immer durchgängig:
https://www.gtj.asso.fr/de/

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Ein Gedanke zu „Grandes traversées du Jura

  1. tritratanja

    Hi Vincent,
    Schöne Tour und Gegend… 🙂 Ist auf der Liste…
    Bist du denn auch mal abseits also Schotter gefahren..?. Dein Bike sieht wie gemacht dafür aus? 🙂
    Lg
    Tanja

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