NRW-Liga

NRW-Liga Damen in Mönchengladbach

 

Nach nur einer Woche Pause ging es in der NRW-Liga bereits wieder rund.

In Mönchengladbach stand für die PSV-Damen Nicole Caillaud, Theresa Geese, Johanna Grünewald und Sabine Weier ein Teamsprint auf dem Programm.

Das Ziel war klar: Den 8. Platz aus dem Teamsprint in Buschhütten verbessern. Die Zeichen standen eigentlich gut: Wir hatten in der Zwischenzeit fleißig trainiert, auch mal gekoppelt und das hintereinander schwimmen und radeln geübt. Ebenso hatten wir verschiedenste Szenarien, die während eines Teamrennens auftreten können, durchgespielt. Doch am Ende kam alles anders als gedacht und geplant:

Nachdem wir uns vom Temperaturschock erholt und ein warmes Plätzchen im Vorraum eines Einkaufszentrums gefunden hatten, konnte Nicky mal wieder für die richtigen Frisuren sorgen.

Die zweite Überraschung wartete in der Wechselzone: „Ihr startet zu viert?“ fragte uns der Helfer, der die Plätze für die Teams eingerichtet hatte. „Mir wurde gesagt, ihr seid zu dritt.“

Bei Einzelrennen ist das so, aber der Verband hatte (auch für uns) relativ kurzfristig das Format geändert. Über die mangelnde Kommunikation zwischen Verband, Vereinen und Veranstaltern darf sich an dieser Stelle gern gewundert werden.

Nach zwei weiteren kurzen Verwirrungen am Start – die Bahnen sollten wahllos zugeteilt werden, was eine korrekte Zeitnahme der in Minutenabständen startenden Teams unmöglich gemacht hätte und der Aussage „ihr dürft Rollwenden machen, aber bitte nur ganz sanft, sonst kippt die Badewanne äh das Becken um“, ging es für uns los.

Aufgrund des engen Zeitplans (oder weil der Veranstalter vielleicht einfach zu viele Ligen und andere Teilnehmer an den Start ließ?!) wurde die Schwimmstrecke von 750m auf 500m verkürzt. Vielleicht wird ja demnächst auch mal ein Fußballspiel auf 60 Minuten verkürzt – reicht doch auch 😉

Nach 200m war das Team, das 6 Minuten vor uns auf der Bahn gestartet war, fertig. Leider fiel ihnen das erst einige Meter später auf. So drehten sie mitten auf der Bahn um und wir begegneten uns an der Wand. Nicky, die an Position 4 schwamm, um im Notfall Theresa schieben zu können, verwirrte die „volle“ Wende so sehr, dass sie den Anschluss verlor.

Sabine nahm zwar vorn das Tempo raus, doch Nicky war völlig aus dem Rhythmus, hatte am Ende ca. 30 Meter Rückstand und schwamm zu allem Überfluss 50m zu viel, so dass sich die anderen 3 allein auf den langen Laufweg durch die Wechselzone machten und für Nicky das Rennen nun beendet war.

Damit fehlte auf der sehr kurvigen und nur 4km langen Radrunde eine Tempomacherin. Zum Glück hatte Johanna sehr gute Beine und fuhr abwechselnd mit Sabine vorn. Theresa legte in jeder der 5 Runden ein wenig mehr Respekt vor den Kurven ab und verdrängte ihre Krämpfe, so dass am Ende sogar die 5. Radzeit aller 17 Teams zu Buche stand. Sogar beim Schwimmen hatten wir die 5. Zeit erzielt, so dass wir auch als 5. Team los liefen.

Das war uns durch die unterschiedlichen Startzeiten zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht bekannt und wir hatten beim zweiten langen Wechsel eher das Gefühl, weit hinten zu liegen. Also wollten wir wenigstens anständig laufen, auch wenn uns mit Nicky unsere vermeintlich stärkste Läuferin fehlte und, da wir drei anderen momentan so ausgeglichen laufen, daher wohl keine in einen längeren „Schiebegenuss“ kommen würde.

Die zu laufenden etwa 4,5 Kilometer verteilten sich auf 4 Runden mit je drei 180 Grad-Wendepunkten. Da konnten wir sehen, dass wir im Vergleich zu einigen anderen Teams gut unterwegs waren. Zwar hatten wir alle drei kleine, kurze Schwächephasen, doch glücklicherweise nacheinander, so dass jeweils die anderen beiden kurz schieben und vor allem motivierend zureden konnten. Mit der 4. Laufzeit erreichten wir als 5. Team das Ziel.

Dort ärgerten wir uns kurz über alles, was nicht so gut gelaufen war – auch über die teilweise chaotische Organisation, die Ahnungslosigkeit einiger Helfer, fehlende Radständer, fehlende Zeitmessmatten auf den Rad- und Laufrunden, fehlende Markierungen, fehlende Infos im Vorfeld…

Am Ende des Tages sind wir aber zufrieden mit dem Ergebnis und froh über unsere Verbesserung gegenüber dem Teamsprint in Buschhütten.

In der Tabelle bleiben wir auf dem Treppchen. Wir sind gespannt, ob im letzten Rennen in Verl der 3. Platz gehalten oder gar verbessert werden kann.

Die Ergebnisse gibt es hier.

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