Es war eine Rennvorbereitung der anderen Art: „Ich habe schon mal Wasserflaschen für alle eingefroren. Das ist für das Laufen super“, schrieb Peter schon am Donnerstag – eine Maßnahme, die Gold wert sein sollte.
Denn in Verl war es am Ende zwar nicht ganz so warm wie erwartet, vor allem, weil die Laufstrecke größtenteils im Schatten lag. Aber heiß war es bei 30 Grad trotzdem.
Sowohl für die Männer als auch für die Frauen stand jeweils eine Sprintdistanz auf dem Plan: 750m im stellenweise sehr warmen See, danach 20 Kilometer auf zwei Runden mit zwei Wendepunkten – und dann am Ende zwei Runden um den See herum.
Die Männer machten den Anfang – in der Mannschaft Martin J, Peter, Max S. und Christian vS.
Das Schwimmen lief für viele zäh. Max dachte bis zum ersten Wendepunkt, ganz gut platziert zu sein, um dann festzustellen, dass der Pulk, in dem er geschwommen war, die zweite und nicht die erste Gruppe war. Doch er gab bis zum Schwimmausstieg nochmal Gas und in der Wechselzone schloss er auf den leicht orientierungslosen Peter auf. Er hatte in der langen Wechselzone seinen Platz leider erst mit Verspätung gefunden. Martin sah nach dem Schwimmen zwar noch die beiden Mitstreiter, wie sie ihre Räder aus dem Ständer hoben, konnte aber nicht mehr zu ihrer Radgruppe aufschließen. Gemeinsam mit drei Essener Startern versuchte er den Rückstand auf die ersten Radgruppen möglichst gering zu halten.
Christian hatte keine Probleme sein Rennrad zu finden. Nach 13 Minuten kam er als sechsletzter aus dem Wasser und musste jegliche Hoffnungen auf eine Radgruppe aufgeben. Immerhin konnte er dann 15 Kilometer lang mit einem Bocholter kreiseln und so den Rückstand vergleichsweise klein halten. Trotzdem war die Gruppe mit Peter und Max eine Minute schneller unterwegs.
Peter und Max wechselten fast zeitgleich auf die Laufstrecke, wo letzterer trotz fehlenden Trainings in den vergangenen Monaten deutlich unter 19 Minuten lief und am Ende als 35. in Ziel kam. Peter war als 38ster eine knappe Minute dahinter.
Auch Martin konnte beim Laufen die Lücke nach vorn etwas schließen und kam auf Platz 41 ins Ziel. Auch dank der stetigen Kühlung durch die halb geschmolzene Eisflasche von Peter.
Christian konnte, mit der Eisflasche in der Hand, seine Körpertemperatur halbwegs niedrig halten. Ganz rund lief die letzte Disziplin trotzdem nicht, wenn auch noch ein paar Plätze drin waren. Am Ende war die Bürde aus dem Schwimmen einfach zu groß – Platz 47 war es für ihn am Ende.
Insgesamt machte das Platz 12 in der Teamwertung – nicht herausragend, aber dank des letzten guten Ergebnisses in Gütersloh (Platz 7) auch kein Drama für den Klassenerhalt!
Die Frauen des PSV drehen auf und holen einen starken 7. Platz
Die Frauen in der Regionalliga hatten nach zwei Rennen in dieser Saison noch ein bisschen Luft nach oben – bisher standen zwei 14. Plätze in den Ergebnislisten. Zehn Minuten nach den Männern starteten Jojo, Biene und Marie ins Wasser.
Marie versprach direkt nach dem Rennen von nun an zweimal in der Woche zum Schwimmtraining zu kommen, um ihre Schwimmperformance zu verbessern: Platz 29. beim Schwimmen – Für ihre Ansprüche nur durchschnittlich.
Biene hingegen wechselte als Fünfte auf die Radstrecke, konnte ihre gute Position bis ins Ziel allerdings nicht ganz verteidigen: „Insgesamt war es eigentlich ganz gut“, sagte sie am Ende. Für sie schlug nach der 19. Laufzeit insgesamt Platz 13 im Ziel zu Buche. Marie kam knapp zwei Minuten und zehn Plätze später im Ziel an.
Jojo verteidigte nach starkem Schwimmen (Platz 14 in der ersten Disziplin) am Ende Rang 28 durch einen 50-m-Sprint kurz vor der Ziellinie.
In der Endabrechnung konnten die Frauen des PSV mit Platz 7 von 14 Teams endlich den Fluch des letzten Platzes besiegen.
