Immerhin – der Ort hatte sich nicht geändert: Teamsprint in Gütersloh stand als zweiter NRW-Liga-Wettkampf auf dem Programm (wir belassen es der Einfachheit halber einfach bei der bisherigen Nomenklatur, mit der 1. Regionalliga NRW kann ja keiner was anfangen). Ansonsten war aber so gut wie nichts normal bei diesem Event: Erst wurde am Freitag das Schwimmen abgesagt, weil der Sprungturm im Freibad einsturzgefährdet war. Also wurde stattdessen 4 x knapp ein Kilometer als Staffel gelaufen – was vor allem Christian als eher mäßigem Schwimmer und besserem Läufer zugutekam. Danach wie üblich 20 Kilometer Teamzeitfahren auf dem Rad und nochmal fünf Kilometer laufen.
Wir Männer hatten Glück – auf dem Weg nach Gütersloh war „gefühlt“ die Jahresmenge Regen in einer Viertelstunde gefallen. Aber pünktlich zum Start war es trocken – und Malte konnte seine Rakete als erster unserer Starter zünden. Nach knapp drei Minuten klatschte er im vorderen Feld auf Christian ab, der die Position festigen konnte. Martin musste, wie erwartet, eine kleine Lücke nach vorn aufgehen lassen. Vince aber schloss diese wieder – sodass der PSV als 7. im vorderen Drittel auf die Radstrecke wechseln konnte.
Dort war der Plan, dass Martin viel Führungsarbeit übernimmt – und Vince, Christian und Malte etwas Kräfte für das Laufen sparen konnten.
Leider merkte Malte, der unter der Woche einen Infekt gehabt hatte, dass die Form noch nicht vollständig zurückgekehrt war, sodass er nach vier Kilometern abreißen lassen musste. „Als Christian meinte: Malte ist weg, dachte ich mir nur: Shit“, gab Martin im Ziel zu Protokoll – der zweite Lauf war für ihn eigentlich nicht eingeplant gewesen.
Mit mehr als 42 km/h fegte der PSV-Express nun zu dritt über die Strecke und konnte dabei noch das Team aus Witten überholen – So ging es als 6. Team auf die Laufstrecke.
Dort wurde es sehr warm – und vor allem schwül. Martin, der nicht auf diese fünf Kilometer eingestellt war, wurde vor allem von Vincent und hin und wieder auch von Christian angeschoben – sodass nur Krefeld noch vorbeiziehen konnte.
Am Ende stand so ein 7. Platz nach ziemlich genau einer Stunde Wettkampf – die zweite gute Platzierung für die PSV-Jungs (nach dem 10. Platz in Gladbeck. d.Red.). „Ich glaube, uns ist entgegengekommen, dass das Schwimmen gecancelt wurde“, meinte Teamcaptain Vincent nach dem Rennen: „Ein siebter Platz ist sehr stark.“
Stark war dann auch die Zeitplanung – denn kaum saßen wir im Auto, ging die Welt wieder unter – während die Frauen noch auf der Strecke waren.
